Wie geht es jetzt weiter?

Ich werde jetzt noch die einzelnen Artikel mit den dazugehörigen Bildern versehen. Danach weiss ich noch nicht, wie sich das hier entwickelt. Vielleicht fällt mir ja etwas Gutes ein. Also schaut mal wieder vorbei …

Es ist vorbei (Det er over, noweg.)

13. August. Wir wachen an einem schönen Morgen in Burgstaaken auf. Das ist der Hafen der Stadt, und die Fischer sind bereits mit ihrem ersten Fang angekommen. Die Flundern und sonstiges Meeresgetier werden direkt frisch vom Boot verkauft. Wir gehen lieber in das Fischlädchen der hiesigen Fischerinnung und kaufen geräucherten Fisch.

Dann geht’s ab auf die Piste. Laut Navi sind es etwas über 650 km bis nach Hause, wo wir gegen 18:30 Uhr ankommen. Nach einer kleinen Stärkung gehen wir noch auf die Rodgauer Musiknacht. Das ist ein Musikevent, wo auf mehreren Bühnen Live gespielt wird. Da versacken wir dann auch und lassen den Urlaub sauber ausklingen.

Über die Øresundbrücke

12. August. Ein sonniger Morgen begrüsst uns, und wir fahren noch kurz nach Varberg hinein. Es gibt hier ein sehr schönes Kaltbadehaus, ein Freibad (Meerwasserbad) auf Säulen im Wasser gebaut, und die alte Festung zu besichtigen.

Anschliessend fahren wir weiter in Richtung Rødbyhaven, wo wir beabsichtigen, die Fähre nach Puttgarden zu nehmen. Der Weg führt uns über die beeindruckende Øresundbrücke, eine Meisterleistung der Brückenbaukunst. Dieser schliesst sich direkt ein Tunnel an, der unter der Ostsee hindurch nach Kopenhagen führt. Dieser Tunnel ist nicht minder beeindruckend. Wir nehmen im weiteren Verlauf zur Kenntnis, dass die Norweger spitze Tunnels bauen, und die Schweden/Dänen sehr gut darin sind, Brücken zu bauen.

Die restliche Strecke ist eher langweilig. Bis Rødbyhaven haben wir zwei bis drei Staus, vier Baustellen – also wie daheim. Die Fähre haben wir nicht vorgebucht, da wir im Internet gesehen haben, dass sie alle 30 Minuten verkehrt. In Rødbyhaven gibt es dann auch so etwas wie eine Mautstelle, an welcher wir die Überfahrt bezahlen und nach wenigen Minuten auf die Fähre auffahren. Die Überfahrt nach Puttgarden dauert ungefähr 45 Minuten. Weit fahren wir dann auch nicht mehr. In Burg/Fehmarn gehen wir noch etwas futtern und im dazugehörigen Fischereihafen (sehr schnuckelig!) gibt es Wohnmobil-Stellplätze, wo wir uns einen für diese Nacht ergattern.

Entlang der Schärenküste

11. August. Nach dem Frühstück fahren wir ersteinmal nach Lysekil und begutachten das bunte Treiben in dem mittelgrossen Ort. Unsere Eindrücke sind eindeutig. Ein knuffiger Ort um Urlaub zu machen und ein wenig zu relaxen. Die weitere Route führt uns weiter nach Süden, gespickt mit kleinen Abstechern nach Skärhamn und Marstrand. Die Eindrücke der einzelnen Orte sind gemischt. Naja – jeder nach seinem Gusto.

An Göteborg fahren wir vorbei, mit der festen Absicht, uns das nächste Mal die Zeit zu nehmen, diese Stadt kennenzulernen. Der Urlaub neigt sich dem Ende zu, und die Zeit reicht einfach nicht mehr für eine Stadt dieser Grösse.

Wir trösten uns mit der Besichtigung von Schloss Tjolöholm. Eigentlich ist es ja kein Schloss, auch wenn es so aussieht, sondern vielmehr ein grosses Gut. Es ist super am Wasser gelegen, und das Anwesen ist tadellos in Schuss. Halt ein Schlösschen, wie man es selber gerne haben möchte – freilich mit dem dazugehörigen Personal 😀

Als Ruheplatz für die Nacht haben wir uns einen Campingplatz bei Varberg am Naturschutzgebiet ausgesucht.

Ab nach Schweden

10. August. Wir verlassen Oslo bei strömendem Regen. Wie gut, daß ich bereits gestern abend schon den Wassertank neu befüllt, die WC Kassette geleert und die Fahrräder befestigt habe. Kurz nach der Stadtgrenze von Oslo – ein unplanmäßiger Stop. Ein Sattelzug hat sich auf dem Hauptverkehrsweg aus Oslo raus quer gestellt, und blockiert die Fahrbahn. Es muss gerade eben passiert sein, denn es sind ca. 10 Fahrzeuge vor uns und besagtem LKW. Mit Müh‘ und Not kommen gerade mal PKW’s rechts am Heck des querstehenden Sattelzugs vorbei. Keine Chance für uns! Zu breit.

So stehen wir ca. 50 Minuten, bis wir ein Stück zurück, und dann auf der anderen Fahrbahnseite vorbei gelotst werden. Kaum dass wir eine halbe Stunde gefahren sind, wieder ein Stau. Diesmal hat sich ein Holztransport quergestellt. Allerdings ist eine Spur frei, und wir können langsam durchfahren. Bei Nässe haben die Jungs also ein Problem. Möchte mal wissen, wie es erst bei Schnee ist 😉

Wir gelangen an die Landesgrenze zu Schweden und halten nochmal kurz bei dem „Tax Refund“ – der Rückzahlung der Umsatzsteuer für gekaufte Waren über 315,00 NOK. Die Rückerstattung gestaltet sich so einfach, daß man sich wünscht, in Deutschland wäre es auch so unkompliziert.

Wir machen im weiteren Verlauf einige Abstecher an der Westküste Schwedens und machen fur die Nacht Halt in Lysekil mit Blick aufs Meer.

Zu Gast bei Königs

09. August. Gestern haben wir Karten für die Besichtigung des königlichen Palastes gekauft, und haben gut daran getan. Die geführte Tour ist gut besucht, und an der Kasse am Einlass gibt es nur noch eine begrenzte Anzahl an Karten. Unmittelbar vor der Führung jedoch sehen wir uns den Wachwechsel an, welcher um 13:30 Uhr stattfindet. Der heutige Höhepunkt ist eindeutig der Moment, in welchem einem der Soldaten sein Magazin aus dem Gewehr fällt. Dies sorgt für Erheiterung beim Publikum und wahrscheinlich für einen Tadel bei diesem Soldaten. Der Königspalast ist ein prächtiges Bauwerk und das Interieur ist einfach bombastisch. Die Führung durch die Räume ist sehr gut gemacht und die Räume selbst sind beeindruckend. Hat schon was von Prunk und Protz. Am Ende der Führung gibt es zur Abkühlung ein schickes Sommergewitter, welches uns beim Besuch des Parks Vigeland nochmals „Hallöchen“ sagt. Mit einem Wolkenbruch der seinesgleichen sucht.

Heute ist der letzte vollständige Tag in Norwegen. Morgen geht es dann über Schweden zurück in Richtung Heimat.

Die FRAM und die Kon-Tiki

08. August. Heute gibt’s Kultur satt. Nach dem Erwerb einer Oslo Card, mit welcher nicht nur der öffentliche Nahverkehr, sondern auch der Eintritt in die meisten Museen bezahlt ist, ziehen wir los. Da die ersten beiden Museen auf einer Museumsinsel liegen, kommen wir gleich zu Anfang in den Genuss einer kleinen Hafenrundfahrt. Auch hier ist der Fährpreis in der Oslo Card drin.

Zuerst gehen wir in das FRAM Museum. Die FRAM ist das Polarschiff, welches dreimal für Nordpol Expeditionen genutzt wurde. Roald Amundsen und Fridtjof Nansen sind auf diesem Schiff gefahren. Man muss sich das so vorstellen, ein Gebäude wurde um das ganze Schiff herum gebaut – an Land natürlich – und an den Wänden sind auf drei Etagen Bilder, damals verwendete Utensilien und Erläuterungen angebracht. Das Schiff selbst ist, da immer im Trockenen, ganzjährig begehbar. Uneingeschränkt empfehlenswert.

Genau gegenüber liegt das Kon-Tiki Museum. Wer erinnet sich nicht an Thor Heyerdal, der ja unbedingt mit einem Spielzeugschiff über den Atlantik wollte. Ausgestellt sind die RA 2 und die Kon-Tiki. Die RA 1 ist ja leider sehr spektakulär abgesoffen, und von der Tigris ist nur ein Modell im Masstab 1:10 ausgestellt. Übrigens eine Leihgabe aus Bremen. Wenn man diese Boote in Natura sieht, beeindruckt es einen schon, daß der gute Thor soviel Mumm hatte, damit einen Versuch zu wagen. Aber ein Draufgänger war er ja schon immer, nicht wahr? 😀

Der Kultur nicht genug, fahren wir zum Holmenkollen. Dort ist eine Skisprungschanze oberhalb von Oslo gelegen. Diese ist immer noch Austragungsort für Turniere und diesem ist ein Skimuseum angegliedert. Es ist erstaunlich, wie sich aus den eher primitiven Holzlatten von früher die heutigen HighTech-SuperDuper Gleitbrettl, genannt Ski, entwickelt haben. Der Schanzenturm ist vom Museum aus mittels Lift, ein Danke an dieser Stelle für den Liftbauer, erreichbar. Dank super Wetter haben wir einen sensationellen Ausblick über Olso und den Fjord.

Soviel Kultur macht hungrig und durstig, und so beschließen wir, dem örtlichen Hard Rock Café die Ehre unseres Besuches zu erweisen. Das war’s dann auch für heute.

Oslo, wir kommen

07. August. Heute passiert mal – gar nichts. Halt! Stimmt nicht ganz. Auf dem Weg nach Oslo über die sehr gut ausgebaute und befahrbare E6 machen wir einen Abstecher nach Eidsvoll. Eine Stätte von großer historischer Bedeutung für Norwegen, da hier auf Eidsvollsbygningen im Jahre des Herrn 1814 die norwegische Verfassung und Unabhängigkeit verabschiedet wurde. Wo man gleich dabei war, hat man auch gleich noch einen König gewählt, was ziemlich einfach war – gab es ja nur einen Kandidaten, den dänischen Prinzen Christian Frederik.

Wir erhalten, als die einzigen nicht norwegisch, dänisch oder sonstig skandinavisch sprechenden Touristen eine kleine individuelle Führung auf englisch. Ein dänisches Paar schliesst sich uns an – die mochten wohl die Gruppengröße 😉

In Oslo beziehen wir Quartier auf einem Campingplatz, von welchem aus man einen phantastischen Blick über die Stadt hat. Morgen ist dann Sightseeing in Oslo angesagt.

Freilichtmuseum Maihaugen

06. August. Wie schon angedeutet, besuchen wir heute eines der, wenn nicht gar das schönste Freilichtmuseum Norwegens in Lillehammer. Es handelt sich um eine bedeutende Sammlung alter Gebäude und Höfe, die von einem Arzt erworben, abgebaut und in Lillehammer wieder zusammengesetzt worden sind. Das Gelände ist riesig und es gibt gut was zu sehen. Teils mit Personal, welches einem die alten Tätigkeiten wie z.B. Wolle färben, Flachbrot (Flatbrød) backen und anderes näherbringt, teils mit erklärenden Tafeln, oder modernen Säulen mit Lautsprecher, aus denen ein freundlicher Sprecher seine Erklärungen an den Mann und die Frau bringt. Wir haben super viel Glück, denn heute scheint die Sonne den ganzen Tag. Das denkt sich wohl auch das Brautpaar, welches in der Stabkirche auf dem Gelände heute heiratet, die wir kurz zuvor noch besichtigt haben. Viel Glück und alles Gute!

Nach dem Kulturprogramm gehen wir flugs noch ein paar Beilagen für das bereits besorgte Grillgut kaufen und machen uns unter der Markise einen gemütlichen Abend.

Olympiastadt Lillehammer

05. August. „Wo ist denn der vierte August geblieben?“, werden sich einige fragen. Gestern sind wir nur ins Landesinnere und schon mal grobe Richtung Oslo gefahren. Also nichts aufregendes passiert. Übernachtet haben wir bei Dovreskogen. Nach dem Frühstück fahren wir nach Lillehammer, welches der Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1994 war.

Kaum angekommen, stürzen wir uns ins Getümmel. Weit kommen wir nicht, gerade einmal die Fußgängerzone hoch, denn während unserer ersten Øl Pause fängt es zu regnen an. Naja, dann halt noch eins und wo es doch soo nett gerade ist, beschließen wir auch gleich etwas zu essen. Mehr passiert heute auch nicht mehr.

Morgen gibt es dann Kultur. Das Freilichtmuseeum wartet …